1000 Islands und kanadisches Fastfood

Anders als geplant, standen wir nicht um 7 Uhr auf, sondern erst eine ganze Stunde später. Das lag wohl daran, dass die Nacht so kurz gewesen war. Ich saß, wie gesagt, bis kurz vor 3 Uhr mit Cornelius zusammen und hab mich mit ihm über alles Mögliche unterhalten. Zwischendurch kam Dori sogar nochmal vorbei, um nachzusehen, ob alles mit uns in Ordnung ist. Wir wollten heute unsere Tour starten und das erste Ziel sollten die Thousand Islands am östlichen Ende des Lake Ontario sein. Dies ist eine Gruppierung von um die tausend kleinen Inseln, die so mancherfür sich und sein Haus in Anspruch genommen hat. Das Wetter war allerdings nicht wirklich berauschend, wobei gerauscht hat es außerhalb vom Auto recht doll, denn auf dem Weg durch Toronto hat es so dermaßen geschüttet, dass man kaum das vorausfahrende Auto erkennen konnte. Solche Monsun-artigen Gewitter  kennen wir in Deutschland gar nicht. Aber je näher wir dem Ende des Lake Ontario kamen, desto besser wurde das Wetter. Auf vielen der kleinen Inseln hatten sich Einheimische kleine Hütten oder sogar ganze Wohnhäuser gebaut, je nach Größe der Insel. Wer also noch eine Insel sucht, hier findet er bestimmt eine preiswerte und komplett erschlossene Insel. Wir hielten weiter in Richtung Kingston, einem der bekanntesten und größeren Orte dieser Region, von wo aus man auch eine Bootsfahrt durch die verschiedenen Inselgruppen buchen konnte. Wir fanden aber, dass man die Inseln auch sehr gut von Land aus sehen konnte, weswegen wir uns das Geld aufsparten und dafür lieber ein Eis essen gingen.

Am Ortsausgang von Kingston stießen wir dann auf einen Hinweis für alle Campingfreunde und Grizzlybärenjäger, was die kanadische Esskultur anging.

Auch wir waren ja solche, da wir für René einen kleinen Grizzlybären fangen und mitbringen sollen. Wir folgten also weiter der Landstraße entlang des Lake Ontario, bis wir auf unser erstes Ziel stießen. Hier könnten wir eventuell Glück haben mit René’s Wunsch. Leider war die Bärenmama auch in der Nähe und „freute“ sich, endlich ein neues Kuscheltier und Spielzeug für seine Kleinen ergattert zu haben. Nachdem ich aus diesen Klauen wieder entronnen war, setzten wir unsere Fahrt bis ans Ende des Lake Ontario fort und wendeten uns danach in Richtung Norden, da unser heutiges Ziel noch Ottawa, die Hauptstadt Kanadas sein sollte. Wir nutzen dabei erneut hauptsächlich die Landstraßen, um die Landschaft ringsherum genießen zu können. Gegen frühen Abend erreichten wir dann diese Grenzstadt zwischen Ontario und Québec und Dank dem Navi fanden wir unser Hotel im Stadtzentrum recht schnell. Mehr zu Ottawa im nächsten Beitrag.

  2 comments for “1000 Islands und kanadisches Fastfood

  1. Dori
    9. Juni 2011 at 20:46

    Ja ja, so ist das eben wenn man sich Sorgen macht ob was passiert ist. Nach über einer Stunde muss man doch mal gucken. Und ich musste mich auch noch überwinden, im Schlafzeug, einmal quer im Dukeln über die ganze Farm zu laufen. Man hat nichts gesehen und dann komm ich beim Lagerfeuer an, welches schon ganz schön runter gebrannt war und da sah ich die Beiden. Toll! Sorgen für umsonst gemacht! :o(
    Na ja,…besser so als anders…

  2. Gudrun und Steffen
    10. Juni 2011 at 11:45

    Hallo Urlauber,
    es freut uns, dass es Euch gut geht. Hier war diese Woche in den Nachichten mal was von schweren Unwettern in Kanada zu sehen. Bei uns ist alles soweit im Lot. Marcel hat Rücken. Der Ansatz zum Schulterwurf, auf dem Bärenfoto, sieht ja mal schon nicht schlecht aus. Nur der Gesichtsausdruck könnte noch etwas entschlossener kommen.

    Liebe Grüße

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