Gefährliche Tiefen…

Heute folgendes Erlebnis:

Nach der Schule sind wir, wie fast jeden Tag, kurz ins Hotel und danach zum Strand, um ein wenig Sonne zu tanken und eine Runde zu schwimmen, bzw. zu schnorcheln. Da es gestern seit dem Nachmittag geregnet hatte und es erst heute gegen Mittag aufgehört hat, war entsprechend nicht allzuviel am Strand los, auch wenn die Sonne den Sand schon wieder gut zu trocknen schien. Dafür war das Wasser heute klarer als sonst und man konnte sogar, wenn man bis zum Hals im Wasser stand, seine Füße gerade noch sehen. Eigentlich hatte ich mir das Wasser bedeutend klarer vorgestellt, zumal ich mich an das richtig blaue Wasser auf den Kapverden erinnere, wo man gemütlich, selbst bei 15 Meter Tiefe alles klar erkennen konnte. Naja. Marco suchte den Grund wieder mal mit meiner Schwimmbrille ab, da schnorcheln ihm nicht so einen Spaß macht, zumal seine Taucherbrille an der Nase undicht ist, wenn er den Schnorchel benutzt. Ich stieß nach 45 Minuten Sonnenbad zu ihm und fand das am Grund befindliche kühle Wasser sehr angenehm, da es an der Oberfläche bestimmt 30 Grad hatte. Auch ich tauchte mal hier und mal dort hin und als ich in Richtung eines hier geankerten Bootes am Grund entlang tauchte, konnte ich ES in guter Entfernung entdecken. ES hatte eine flache, ballähnliche Form mit etwa 1m Durchmesser und trug soetwas wie einen Tarnanzug, der es in der türkisblauen Umgebung fast unsichtbar machte. Langsam  näherte es sich mir und plötzlich griff eines seiner vorher nicht sichtbaren gut 3-5 Meter langen „Greifwerkzeuge“ nach mir, packte mich am rechten Arm und wollte mich zu sich zerren.

Das Nächste woran ich mich erinnern kann ist, dass ich in einer fantastischen Unterwasserstadt aufgewacht bin, die von einer gigantischen Glaskuppel (oder einem Kraftfeld?) umgeben war. Um mich herum wuselten viele seltsam aussehende Wesen, aber das, welches mich hierher gebracht hatte, konnte ich nirgends entdecken. War es vielleicht ein Späher oder sogar ein Krieger dieses ungewöhnlichen, aber fantastischen Volkes? Ich wusste es nicht, nahm mir aber vor, dies bei Gelegenheit heraus zu finden. Die Bauwerke sahen auch etwas seltsam aus und machten einen leichten, futuristischen Eindruck, da sie aussahen, als wenn sie aus einem Stück geformt waren und aus einem weisgrauen Material bestanden, das aussah wie Plastik, aber nirgend schmutzig zu sein schien. Allgemein sah es hier sehr sauber aus, als wenn hier gar kein Schmutz existieren würde. Eines der Wesen in der Nähe bemerkte anscheinend, dass ich erwacht war, denn es richtete seinen Blick auf mich, wenn ich die zwei kleinen Stiele auf das, was einen Kopf darstellen sollte, als etwas wie Augen interpretierte, und kam auf mich zu. Ich setzte mich langsam auf, versuchte einen klaren Kopf zu bekommen und friedlich zu wirken. Wo war ich hier und vor allem, was wollte man von mir? Ich hoffte, das Wesen würde mich irgendwie verstehen und mir meine vielen Fragen, die in meinem Kopf kreisten, beantworten können, denn sonst wäre eine erfolgreiche Kommunikation von vornherein ausgeschlossen. Aber vermutlich war ich nicht der erste „Gast“ hier in ihrer Stadt, zumindest konnte ich mir das nicht vorstellen. Das Wesen schien irgendwie zu schweben, den seine fünf dünnen Beine, die sich unter seinem unförmigen Körper befanden, schienen sich nicht wirklich zu bewegen. Jetzt aus der Nähe konnte ich auch erkennen, dass es einen dritten Arm in der Mitte seines Rumpfes hatte und der Kopf selbst hatte eine flache, tellerförmige Form, mit zwei kleinen Stielaugen und soetwas wie ein Mund, der allerdings keine Zähne, sondern nur einen Vorhang aus kleinen Fäden enthielt. Eine Nase konnte ich nicht entdecken. Aber es machte auf den ersten Blick einen friedlichen Eindruck. Als es mich erreicht hatte blieb es stehen und sprach mich, zu meinem Erstaunen, in meiner eigenen Sprache an bzw. nein, nicht direkt. Die Worte die es „sprach“ bildeten sich einfach so in meinem Kopf. War dies eine Art telepathische Kommunikation? Fantastisch! …

Nein, natürlich nicht! Mich durchfuhr ein Brennen am rechten Arm und ich tauchte auf und hatte plötzlich keine Lust mehr, weiter im Wasser zu bleiben. Hatte ich schonmal erwähnt, dass ich Quallen nicht mag, zumal die hier nicht einfach  rot, oder gelb angemalt sind, sondern fast unsichtbar sind!? Grrrr.
Mein Arm wurde dort, wo ES mich berührt hatte, richtig rot und es bildeten sich am halben Arm so etwas wie Blasen, die nicht nur brannten, sondern auch noch juckten. Aaahhh! He, hier waren gut 100 Leute am Strand im Wasser verteilt und ich habe noch keinen gesehen, der auf ne Qualle gestossen ist. Warum ich?

Naja, etwas Bepanthensalbe drauf und jetzt ist es fast weg und hat aufgehört zu brennen und zu jucken. Dafür haben wir nebenbei festgestellt, dass es hier eine weitere gemeine Tierart (neben den Moskitos) gibt: Sandflöhe! Ja, ich wurde vor der Reise davor gewarnt, aber diese gemeinen Biester, mit denen ich meine erste Erfahrung in Costa Rica gemacht habe, sind hier noch viel aggressiver und vor allem bemerkt man sie erst, wenn sie schon zugebissen haben. So kommt es, dass man so genau auf Knöchelhöhe, rings um die Füße mehrere juckende rote Punkte hat, die jeden Tag zunehmen.

Egal. Was anderes: Auf Anraten hin, habe ich in den Blog jetzt einen Umbruch nach 5 Einträgen eingefügt, da sich manche Leute über die immer längere Ladezeit beschwert haben. Also, wer die noch älteren Beiträge lesen möchte, der kann am Ende des Blog, auf der linken unteren Seite, auf „VORHERIGE BERICHTE“ klicken, um diese dann zu lesen.

Das soll es auch erstmal gewesen sein. Was wir das Wochenende machen, steht noch nicht fest und wir sind weiterhin am planen. Ich würde gern wieder irgendwas unternehmen, Marco ist mittlerweile im SAP-Wahn und möchte das ganze Wochenende lieber vorm Laptop verbringen und in Ruhe SAP machen. Mal sehen. Dafür sind wir ja nicht hier, auch wenn SAP trotzdem wichtig ist und die Zeit langsam weniger wird. Ich werde berichten…

Lars

…UPDATE:

Was mir gerade einfällt, da wir heute erst wieder darüber gesprochen haben. Da ja viele von Euch die Bilder nicht so dargestellt bekommen wie ich das beabsichtigt habe, hier mal ein kleines Bildschirmfoto von meinem Laptop, so wie es bei mir dargestellt wird und wie ich es mir für ein schönes Layout auch vorgestellt hatte:

Warum auch immer es bei vielen „unordentlich“ und dann nicht mit  formatierten Text dargestellt wird weiß ich auch nicht und ich persönlich finde es schade.

Ok. Das solls trotzdem gewesen sein.

  3 comments for “Gefährliche Tiefen…

  1. Ina
    3. September 2010 at 22:57

    Hey Lars, os deseo un mara villoso fin de Semana.
    Bitte nur in Deutsch antworten!
    Gruß Herbert und Ina

  2. Dori
    4. September 2010 at 10:08

    Na mensch, da haste ja wieder echt viel geschrieben! Bist echt fleißig, im Gegensatz zu mir.

    Dein Quallenvorfall tut mir leid,…die wollte bestimmt nur mit dir kuscheln??!! 😎 Kann ja sein. Aber du hast ja Gott sei Dank die tolle Salbe mit. Ach ja, nichts geht über „Bepanthen“! 😉 Wie gehts denn heut so deiner „Verbrennung“? Alles wieder weg? Oder noch mal irgendwelche Probleme gehabt? Ich hoffe.

    Und wegen den Sandflöhen,…ich kann mich nicht daran erinnern, dass mich in Mexiko solche Viecher gebissen haben. Wer weiß, wo du so rum rennst. *hihi*

    Und zwecks den „vorherigen Berichten“: Ich muss sagen, mir fällt das nicht auf, das es länger zum Laden braucht, aber so ist doch auch okay. Hast`s fein gemacht,…bekommst ein Keks. ^^

    Leider habe ich im Moment nicht so viel Elan zu schreiben, da ich heute etwas durchhänge un dazu noch Kopfschmerzen habe. Ist bestimmt das blöde, kalte und nasse Wetter. Kannst du uns nicht mal ein paar Sonnenstrahlen herschicken??? Wäre echt toll! Würde dich auch ganz doll knuddeln! Kann nämlich das trübe Wetter nicht mehr leiden. Fühlt sich schon so richtig wie Herbst an!
    Ach ja,…ich wünsche dir erst mal ein schönes Wochenende. Lass dich nicht ärgern und vielen lieben Dank für deine tolle Karte. Sie war gestern im Briefkasten. Ich hoffe, was du da geschrieben hast, habe ich mit diesem Eintrag wieder etwas gut gemacht?? Tut mir leid, das ich nicht gleich und immer was schreibe, aber immer noch besser, als überhaupt gar nichts zu schreiben? Oder? Ach Lars, ich vermiss dich! Freu mich drauf, wenn du bald wieder da bist.
    Bis dahin erst mal….und vielleicht schickst du mir ja doch noch ein paar Sonnenstrahlen rüber?

  3. 5. September 2010 at 14:46

    Hmm… klingt als wärst du „neben an“.

    Sandflies. Mosquitos … Quallen….

    Im Land der tausend Tode seh ich auch grad sehr zerbissstochen aus… gloobe mir… nach ner weile gewöhnste dich dran und merkst des gar nüsch mehr… Oo

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