Abreise von Costa Rica und typische lokale Probleme

Am Freitag Morgen standen wir kurz vor sechs Uhr auf, um mit den beiden Mädels noch frühstücken zu können, da Steffi bereits um 6.30 Uhr auf ihre Wochenendtour startete. Conny reiste ja auch ab, wenn auch nach Deutschland, aber erst gegen Mittag. Jorge (Hroche) holte uns gegen 7.30 Uhr ab und fuhr uns zum Flughafen. Dort entdeckten wir einen „typischen“ Polizeiwagen, der auf jeden Fall ein Foto wert war.

Wenn man vielleicht bei dem Glanz nicht wirklich Verbrecher fangen oder jagen wollte, so machte er auf Touristen zumindest den Eindruck, dass die Polizei hier gut ausgestattet wurde. Immerhin war das ja trotz allem eine teilweise gefährliche Gegend, zumindest wenn man sich das eine oder andere Verkehrsschield so anschaute und auch in San José sollte man als Tourist ja nicht unbedingt alleine unterwegs sein. Naja. Der Checkin verlief relativ schnell, da zum einen noch nicht viel los war und wir unsere Formulare schon entsprechend ausgefüllt, bzw. vorbereitet hatten. Am Flughafen selbst wurde einem wieder für wenige Colones angeboten, der Koffer bzw. die Reisetasche in Folie einzuschweißen und ich dachte immer, das sei zur Sicherheit, damit niemand in der eigenen Abwesenheit heimlich etwas hineinschmuggeln könnte, was einem selbst vielleicht schaden könnte. Aber nein, in Guatemala erlebte ich dann, was diese Folie sicherlich hauptsächlich für einen Zwefck hatte.

Am Schalter von Taca (auch Lacsa Airline) bekamen wir dann unsere Ticket, allerdings nur bis zum Flughafen nach Guatemale, da der Flug nach Mexico laut Mexicana Airline nicht verfügbar sein und diese sowieso zurzeit Probleme mit ihren Flügen hätten. Na toll, aber typisch für die Region hier.   Wir hatten ja nun genug Zeit bis zum Abflug, also suchten wir uns die hier zum Flughafen gehörende VIP-Lounge, die man als Nichtmitglied übrigens für $30 ebenfalls buchen konnte und setzten uns auf einen Kaffe dort noch mit rein und ich fing schonmal an, den Blog endlich zu schreiben und die Fotos dafür herauszusuchen bzw. zu bearbeiten. Der Flug nach Guatemala startete pünktlich und diese kleinen Flugzeuge, waren bedeutend bequemer als die großen Touristendampfer, die sonst so verkehrten.

In Guatemala ging dann erstmal die große Sucherei los. Am Einreiseschalter, bekamen wir erstmal problemlos eine Aufenthaltsgenehmigung für 90 Tage, obwohl wir nicht mal ein Formular ausgefüllt hatten. Wir wollten ja auch nur einen Transitflug nehmen und als der Mitarbeiter dies mitbekam, änderte er den Stempel im Pass noch schnell auf Transit um. Dann ging es los. Weiter zur Gepäckhalle, die irgendwo am anderen Ende war. Dort angekommen standen schon einige wenige Passagiere rum und als der letzte Koffer vom Band war, waren unsere immer noch nicht da. Mmh. Was nun. Wir fragten einen freundlichen Mitarbeiter, der dort „zufällig“ rumstand und wir stellten fest, dass unser Gepäck bereits bis Cancun (Mexico) durchfrankiert war und hier nich ankam. OK. Also zur Abflughalle weiter, zumal wir noch ein Ticket brauchten. Aber dafür musste man den Flughafen verlassen und das ging nicht so ohne Kontrolle. An der Kontrolle kamen wir nicht drumrum, doch ein Einreiseformular auszufüllen, obwohl die Emigrationskontrolle ja schon hinter uns lag. Also ausfüllen und weiter. 10 Meter weiter musste man das Handgepäck nochmal durchleuchten lassen, eh man durch die Tür dahinter ins Freie treten durfte. Dort fragte mich die „freundliche“ Dame nach meinem Einreiseformular, was ich ja gerade eine Minute zuvor ausgefüllt hatte und als ich das versuchte zu erklären, kam ich nicht umhin, dieses noch einmal auszufüllen. Die war nicht nur beratungsresistent, sondern auch noch stur, aber freundlich! (Zum schlagen freundlich!) Am Ausgang warteten mindesten 50% der Bevölkerung von Guatemala auf irgendwelche Ankömmlinge und ich musste dies einfach nochmal fotografieren.

Endlich am Checkin angekommen, der auch nicht ohne Kontrolle zu erreichen war, na was denkt ihr durften wir dort machen? Richtig! Dieses bekannte Formular noch einmal ausfüllen. Diesmal für die Ausreise, obwohl wir wie gesagt ja nur einen Transit hatten. Verdammt. Langsam ging mir das auf den Kecks! Am Schalter, hinter eine mexicanischen Familie mit 5 Kindern wartent, stellte sich unser Flug doch als verfügbar heraus und wir bekamen unsere Tickets. Noch einen kleinen Snack geholt, der mir einiges von der guatemalischen Währung einbrachte und dann weiter zur Wartehalle unseres Gates. Wie sich das für eine ordentliche mittelamerikanische Fluggesellschaft gehört, war um 14 Uhr (Zeit des Abfluges) das Flugzeug noch nicht mal gelandet und so warteten wir, während es draußen zu schütten anfing. Dann eine gute halbe Stunder später, rollte unser kleine Maschine vor, wieder mal eine so kleine Maschine von Bombardir. Wir hatten unsere Sitze direkt über dem Flügel an der Notausgangstür und daher waren sie noch breiter als sonst schon. Das Gepäck, wir entdeckten auch unsere Taschen und Koffer, wurde mit einem kleinen Fließband eingeladen, im strömenden Regen, wo es wegen dem engen Platz im Laderaum einige Zeit draußen lag und ich nun weiß, wofür eine solche Folie gut sein kann, da meine Tasche klitschenass war. Der Flug selbst war schnell und bequem und wir landeten gegen 18 Uhr verspätet in Mexico.

Hier ausgestiegen, schlug uns sofort eine schwülwarme, stickige Luft entgegen, die in keinem Fall angenehm war und ganz anders zu dem Klima in Costa Rica war! Nachdem wir in den Massen an amerikanischen Touristen, die mit uns am Ausgang warteten, endlich den Flughafen verlassen hatten, natürlich nach dem Ausfüllen zweier weiterer Formulare, suchten wir unter Abwehr sämtlicher Werbeangebote von Taxifahrern unseren Fahrer von der Schule, der uns abholen sollte. Leider war natürlich keiner da, vermutlich weil wir verspätet gelandet sind, was aber auf jeden Fall ärgerlich war! Wir versuchten an der 24h-Notfallhotline der Schule anzurufen, die in solch einem Fall gewählt werden sollte, aber dort ging nur der Anrufbeantworter dran und nachdem wir über eine halbe Stunde gewartet hatten, entschlossen wir, selbstständig nach Play del Carmen zu kommen. Ein Taxi kostete stolze $90 pro Person, was wir dankend ablehnte (eher mit nem innerlichen Vogel-zeigen) und machten uns auf den Weg zur Busstation.

Die Busse dort sind eigentlich nur für Touristen reserviert, die einen entsprechenden Voucher von ihrem Hotel hatten und waren keine normalen Reisebusse, aber mit kurzer Verhandlung, bekamen wir dann per Schwarzgeldkasse des Busteams doch einen Transfer in Richtung unseres Zielortes. Wie in Costa Rica schon üblich, setzte er uns „in der Nähe“ unseres Hotels ab, mit dem Hinweis, dass wir in etwa drei „Ticoblocks“ die 5. Strasse (eine riesige touristische Einkaufsmeile) erreichen werden, wo zwei Strassen daneben auch unser Hotel war. Nachdem wir zuerst in die falsche Richtung in diesem extrem schwülen Klima losgestartet sind, hielten wir uns 10 Minuten später ein Taxi an, welches uns für $5 zu unserem Hotel brachte, welches noch ein beachtliches Stückchen weg war. Aber mit diesem Hotel haben wir nichts falsch gemacht. Ein schönes Zimmer, bequeme Betten, eine Klimaanlage und nen Deckenlüfter, sowie direkt am Meer gelegen. Perfekt!

Der Abend selbst wurde nicht ganz zu lang, obwohl wir doch nochmal die 5. Avenida entlang schlenderten, die trotz der späten Stunde voller englisch sprechender Touristen war und eine riesige Touristische Attraktion war. Wir kehrten noch in ein hiesigen Fischrestaurant ein und ehrlich gesagt, ich habe in meinem ganzen Leben noch nie besser gegessen, sooooo lecker war es dort, egal ob der Salat, der Fisch selbst oder der Pudding als Nachtisch. Marco ging es übrigens genauso. Vollgegessen ging es dann zurück zum Hotel und ins Bett, da die Reise doch leicht geschlaucht hatte. Für morgen haben wir uns vorgenommen, zuerst einmal auszuschlafen!

  2 comments for “Abreise von Costa Rica und typische lokale Probleme

  1. Dori
    23. August 2010 at 14:22

    Die Polizeiautos sehen da allgemein toll aus. Also, die die ich damals dort gesehen habe.
    Und wenn die dann noch schwer bewaffnet rum stehen und dich böse angucken,…ahhhh
    dann hab ich immer leicht Schiss gehabt und habe lieb geguckt. Aber ob das wirklch hilft? Wer weiss?

    • 24. August 2010 at 14:22

      Gestern haben vier Leute in Armeeuniform und Gewehren mitten in der Fußgängerzone „vermutlich“ nen Taschendieb gejagt. Marco meinte nur, dass er dies als ein Zeichen von Unsicherheit in der Gegend empfindet. Ich dagegen habe mich wohl aufgehoben gefühlt, in der Nähe „ehemaliger“ Kameraden. 😉

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