New(ark) New(ark)…

Sind gerade auf amerikanischen Boden angekommen und haben uns nach einem erstaunlich kurzem und problemlosen „identifizieren als Nicht-Terrorist“ in den Presidents Club verzogen, um nicht wie die vielen anderen Reisenden im normalen Gate-Bereich zu warten, auf unbequemen Plastiksitzen, zumal wir ja noch ein paar Stunden Zeit haben, bis unser Anschlussflug nach San Jose geht.

Schön wenn man sich so einen „Luxus“ gönnen darf, nur weil man mit einer Businesskarte andere Privilegien hat, als der 0815-Reisende. Ich sage Euch, das ist eine komplett andere Welt hinter den Kullissen!

Man hat sich ja vorher etwas belesen und dort Mitteilungen in verschiedenen Boards aufgestöbert, indem Leute beschreiben, was für eine anstrengende Tortur die Einreise darstellt. Wir fanden es kaum schlimmer als anderswo und wir waren inklusive neuem Checkin und Securitycheck nach ner guten halben Stunde durch. Die üblichen Kontrollen wurden auch in Deutschland schon durchgeführt, intensiver als auf anderen Reisen. Beim Abflug dort, wurde Marco wegen seinem Laptop für eine „Feinkontrolle“ rausgezogen und ich bin so durchgekommen und in Newark hat man meinen Rucksack nochmal in einem Extraabteil auf Bombenstoffe untersucht. Vermutlich ist dem „Scannermann“ mein neuer Outdoor-Solarpannelcharger für Laptop, Handy und sonstige elektronischen Geräte aufgefallen und war ihm nicht geheuer, zumal ich das erst neu extra aus China importiert habe.

Ok. Ich will jetzt hier keine Werbung für machen, aber das Ding ist wirklich genial. Hat zig Adapter für alle möglichen Hersteller dabei, egal ob Laptop, Kamera oder Handy (3V-24V) und hat eine integrierte Batterie mit 20000mAh und das mit gerade mal 750 Gramm. Hab ich so in Deutschland noch nicht gesehen, aber ich stöbere ja immer mal im Netz und finde dort die „überfahrendsten“ Dinge, wobei mich auf dieses Solarpannel Marco aufmerksam gemacht hat. Hier noch ein Bild mit den verschiedenen Adaptern:

OK. Ansonsten geniesen wir hier bei 28 Grad Außentemperatur einen angenehm klimatisierten Loungeroom mit einem Kaffee, Saft, Wasser, Bier und kleineren Snacks, die hier kostenlos genossen werden dürfen und im „0815-Bereich“ eine Menge Geld kosten (wer schonmal auf nem Flughafen gegessen hat, weiß was ich meine). Am Horizont sind die Hochhäuser von New York – Manhatten zu sehen, aber ansonsten ist es trüb und bewölkt.

Der Flug mit Continental Airline war auch sehr angenehm, wenn auch die Sitze teilweise in der Breite genauso eng waren, wie anderswo (3’er-Sitze) auch in der Economy-Class. Aber Business bzw. FirstClass hätte das doppelte pro Person gekostet und das ist es einem denke ich mal auch nicht wert. Aber es gab automatisch Kissen und sogar Decken (gut die Klimaanlage blies mit kalten 12-15 Grad unaufhörlich), was für mich, der kalten Zug im Nacken nicht verträgt wunderbar. Zwischendurch gab es neben einem Hauptgericht (kurz nach dem Start) immer mal Snacks und jederzeit etwas zu trinken. Anfangs fand ich nicht so richtig in den Schlaf, aber nach dem kurzen Essen, 5 Kügelchen Cocculus (homöopatisches Mittel für Reisen) und einem langen Enigmamix im Ohr habe ich dann doch noch fast 3 Stunden ganz gut geschlafen. Ich hatte ja die Nacht zuvor durchgemacht, nicht weil ich so aufgeregt war, sondern weil ich die ganzen Dokumente(z.B. Reisepass und Einreisevisa für die USA) sortiert, eingescannt und auf meinen Sicherheitsserver gepackt habe, um im „Notfall“ von überall auf der (Internet vorausgesetzt) darauf zurückgreifen zu können. Dann noch ein wenig die Wohnung aufräumen, die  Medikamentenliste der Reiseapotheke schreiben, um wenn notwendig auch gleich das richtige Mittel greifen zu können.

Ja, ansonsten gibt es erstmal nichts weiter zu berichten. Mir ist nur aufgefallen, dass sich sooo viele Leute nochmal bei mir gemeldet haben, die mir eine schöne Reise gewünscht haben. Das war ja nicht mal bei Aufbruch nach Afghanistan so und hier gehts nur nach Lateinamerika. Nun ja. Hier ist es jetzt zurzeit 15 Uhr und da mein Akku vom Laptop gleich alle ist, werde ich wohl mal den Reiseadapter, den ich von meiner GreatBritaintour noch übrig hatte, hier mal ausprobieren, aber ich glaube es gibt da keinen Unterschied zwischen US und Britischen Steckersystemen. Gut, werd ich ja gleich sehen. um 17 Uhr können wir an Board gehen und dann werden wir ca. gegen 20.15 Uhr Ortszeit in San Jose landen (da ist dann bei Euch viertel fünf Uhr morgens). Wenn ich dort im Hotel noch Lust und Laune (und Internet) habe, schreib ich vielleicht noch ein kleines Update, ansonsten die Tage später eben. Im Moment fühle ich mich auch wieder munter, dass wird sich aber sicherlich auf dem Flug dann gleich wieder geben, zumal wir ja doch insgesamt recht lange unterwegs sind.
Aber egal, bis später dann eben,

Lars

  2 comments for “New(ark) New(ark)…

  1. Dori
    23. Juli 2010 at 21:58

    Oh man, ich seh schon, euch gehts ja richtig gut (trotz des langen Fluges)!
    Und übrigens, ja, du hattest Recht, was die Kamera betrifft, sie macht tolle Bilder.
    Die Skyline von New York sieht ja echt toll aus. Schade, das es doch noch`n Stückel weg ist!
    Das mit der Sicherheit hätte ich dir auch sagen können, ich glaube die Deutschen haben mehr Schiss als Verstand. Man könnte sie ja umpusten…na ja, da sind die Mexikaner eher noch ein bissel aufgeregter. Zumindest, was die Sicherheit am Flughafen betrifft. Die rennen dort auch mal mit größeren Knarren rum. Du kennst dich ja aus und wirst mir sicherlich sagen können, wie die heißen bzw. welche Munition usw…. 😉

    Aber es freut mich, das ihr beide erst mal gut angekommen seit, also ich meine das erste Stückchen! Ihr macht das schon! Und Lars, 3 Stunden Schlaf sind doch besser als gar kein Schlaf!!

    Ich wünsche euch noch einen angenehmen Aufenthalt in New York! (auf dem Flughafen hihi)

    Fühl dich lieb gedrückt! Und noch nen schönen Abend! (Gruß auch an Marco)
    deine Dori

  2. Resch, Ina
    26. Juli 2010 at 23:17

    Hallo Lars, hey Marco!
    Endlich habe ich das Tagebuch gefunden. Es macht spaß es zu lesen und die Bilder sind auch prima. Wir wünschen Euch weiterhin schöne Erlebnisse. Warte schon auf die nächsten Zeilen. Lesen geht nun mal schneller als schreiben!

    Grüße aus Reinickendorf ina und Herbert

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